Auftakt der zyprischen Ratspräsidentschaft im Agrifish-Rat: EBD-Debriefing
Die erste Ratssitzung „Landwirtschaft und Fischerei“ unter zyprischer Ratspräsidentschaft stand im Mittelpunkt des EBD De- Briefings am 27. Januar 2026. Vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher, ökologischer und handelspolitischer Herausforderungen wurden die Prioritäten der neuen Ratspräsidentschaft sowie die zentralen Ergebnisse der Beratungen auf Ratsebene eingeordnet. Dr. Andreas Flach, Referent im Referat 612 im Bereich der EU-Koordinierung im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stellte die Ergebnisse der Ratssitzung vor und ordnete diese mit Blick auf die politischen Implikationen ein. Moderiert wurde das digitale De-Briefing von Fabian Häring, Referent für Europapolitik der EBD.
Resilienz, Handel und politische Handlungsfähigkeit des Agrarsektors
Im Mittelpunkt stand die Stärkung der Resilienz des europäischen Agrarsektors, insbesondere durch besseren Schutz vor Naturkatastrophen, die Stärkung der Landwirte in der Lebensmittelkette sowie die Nutzung internationaler Handelschancen unter anderem Mercosur und das EU-Freihandelsabkommen mit Indien. Nicht abgeschlossene Triloge sollen unter zyprischer Ratspräsidentschaft zügig fortgeführt und abgeschlossen werden.
Öko-Basisverordnung zwischen Ambition und Umsetzbarkeit
Breite Unterstützung fand zudem die ambitionierte Überarbeitung der Öko-Basisverordnung. Ziel ist es, die Arbeiten bis Ende des Jahres abzuschließen; eine allgemeine Ausrichtung im Rat wird bis Juni angestrebt. Diskutiert wurden unter anderem Fragen der Mastgeflügelhaltung, Mindestwartezeiten nach Arzneimittelgabe sowie die Ausgestaltung der Weidepflicht.
Bioökonomie als Investitions- und Resilienzstrategie
Auch die Bioökonomie-Strategie der EU war ein Thema der Ratssitzung. Die Mitgliedstaaten begrüßten die Strategie der EU-Kommission. Ziel ist die Schaffung einer nachhaltigen und naturfreundlichen Bioökonomie, etwa durch die Nutzung globaler Partnerschaften, um den Zugang zu globalen Märkten zu erleichtern und die globale Agenda für nachhaltige Bioökonomie zu gestalten. In diesem Zusammenhang wurde auch betont, dass Wettbewerbsfonds für Maßnahmen im Bereich der Bioökonomie genutzt werden können, unter anderem auch für präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Feldüberschwemmungen.

