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EBD-Pressemitteilung | Ina Rumiantseva und Prof. Dr. Gabriele Abels sind Frauen Europas 2026

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums des Preis Frauen Europas zeichnet die Europäische Bewegung Deutschland e.V. (EBD) in diesem Jahr zwei Persönlichkeiten aus:
Mit Ina Rumiantseva und Prof. Dr. Gabriele Abels als Frauen Europas 2026 würdigt die EBD zwei Frauen, die auf unterschiedliche Weise für die europäische Integration stehen: Für ihre Erweiterung durch gelebte Solidarität über Grenzen hinweg und für ihre Vertiefung durch wissenschaftliche Reflexion, Bildung und gesellschaftliches Engagement.

Der Preis wird am 4. Mai 2026 in Berlin in einem feierlichen Festakt in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission verliehen.

Seit 2020 setzt sich Ina Rumiantseva für Demokratie und Menschenrechte in Belarus sowie für die Unterstützung politischer Gefangener und ihrer Angehörigen ein. Als treibende Kraft in der Belarusischen Gemeinschaft RAZAM e.V. und Gründerin der Taskforce Belarus e.V. mobilisiert sie politische Aufmerksamkeit, internationale Netzwerke und konkrete Unterstützung für zu Unrecht Inhaftierte. Ihr Engagement wirkt weit über Deutschland hinaus: In Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern, Medienarbeit und internationalen Kooperationen trägt sie dazu bei, die Situation in Belarus auf der europäischen Agenda zu halten und praktische Hilfe für Betroffene zu ermöglichen. Damit steht sie beispielhaft für die Erweiterung des europäischen Werte- und Solidaritätsraums über die Grenzen der Europäischen Union hinaus. Geboren 1976 in Ost-Berlin, wurde Ina Rumiantseva durch die Erfahrungen von Diktatur und demokratischem Aufbruch in der Zeit der Friedlichen Revolution geprägt. Diese biografischen Erfahrungen prägen bis heute ihr Verständnis von Europa als Friedens- und Werteprojekt. Neben politischer Advocacy unterstützt sie belarusische Exilanten ganz praktisch – etwa bei Asylverfahren, beim Ankommen in Deutschland und durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem in den „Andachten für Belarus“.

Nominiert wurde Ina Rumiantseva von Prof. Dr. Irina Grouchevaia, Preisträgerin des Preis Frauen Europas 2011.

"Seit sechs Jahren setzt sich Ina Rumiantseva unermüdlich für Belarus und insbesondere für politische Gefangene ein- für ihre Freilassung, ihre Unterstützung, für die Verteidigung von Menschenrechten und Freiheit.  Mit großer Beharrlichkeit macht sie international auf das repressive Regime von A. Lukaschenka aufmerksam und steht damit für europäische Werte. Dass ihr herausragendes Engagement mit dem Preis "Frau Europas " geehrt wird, freut uns  , ihre Mitstreiter*innen  im von ihr gegründeten Verein "Taskforce-Belarus. e.V" und in der belarussischen Diaspora "Razam". Wir gratulieren ihr herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und sind sehr stolz darauf!" - Prof. Dr. Irina Grouchevaia.

Prof. Dr. Gabriele Abels steht für die Vertiefung der europäischen Integration durch Forschung, Lehre und gesellschaftlichen Dialog. Seit 2007 ist sie Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft und Europäische Integration an der Universität Tübingen sowie Jean-Monnet-Professorin. Mit der Entwicklung des Masterstudiengangs „Demokratie und Regieren in Europa“ und ihrem Engagement in wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Netzwerken trägt sie dazu bei, junge Generationen für Europa zu begeistern und Debatten über Demokratie, Gleichberechtigung und institutionelle Entwicklung der Europäischen Union zu prägen.
Auch über die Wissenschaft hinaus engagiert sich Prof. Dr. Gabriele Abels ehrenamtlich für Europa, unter anderem als Sprecherin des Europäischen Zentrums für Föderalismusforschung, Kreisvorsitzende der Europa-Union Tübingen, Vertrauensdozentin der Heinrich-Böll-Stiftung sowie ehrenamtliche Richterin am Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg. In diesen Rollen fördert sie den Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und stärkt insbesondere den generationsübergreifenden Dialog über die Zukunft Europas.

Nominiert wurde Prof. Dr. Gabriele Abels von den Jungen Europäischen Föderalist:innen Deutschland mit Unterstützung der Europa-Union Deutschland.

Mit ihrer hochkarätigen Forschung an der Schnittstelle von Gleichstellung, Europa und Föderalismus leistet Prof. Dr. Abels einen bedeutenden Beitrag zur Europäischen Einigung. Durch ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement trägt sie diese Ideen in die junge Generation und schlägt dabei wertvolle Brücken zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und der Zukunft Europas.“ - Melanie Thut, Bundesvorsitzende Junge Europäische Föderalist:innen Deutschland e.V.

In diesem Jahr bestand die Jury aus Frauen des Netzwerks des Preis Frauen Europas – Präsidentin Katharina Wolf, Vizepräsidentinnen Prof. Dr. Gudrun Schmidt-Kärner und Dr. Linn Selle sowie den vier Mitgliedern des EBD-Vorstands mit Matthäus Fandrejewski, Clara Föller, Steffi Grimm und Sabine Overkämping.

Über den Preis Frauen Europas
Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 35 Jahren Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgerinnen gehören unter anderem die Holocaustüberlebende Philomena Franz, Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und die Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung Lisi Maier. Weitere Informationen zum Preis Frauen Europas finden Sie hier

Pressekontakt:
Presseanfragen richten Sie bitte an Agita Duwe, Referentin für Europa-Kommunikation, presse@netzwerk-ebd.de, Tel.: 030 30 36 20 113.

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