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Europäischer Rückenwind für Sachsen-Anhalt | Kooperationsveranstaltung mit der EB Sachsen-Anhalt

Wie geht es europapolitisch weiter in Sachsen-Anhalt? Nach der Landtagswahl lud die Europäische Bewegung Sachsen-Anhalt am 1. Oktober 2026 mit Unterstützung der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) zu einem hybriden Austausch in den Landtag in Magdeburg ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Schlüsse aus dem Wahlergebnis für Europa und die europapolitische Arbeit im Land zu ziehen sind. Die Landtagsvizepräsidentin Anne-Marie Keding (CDU) und Thomas Rieke (Vizepräsident, EB Sachsen-Anhalt) begrüßten die Teilnehmenden und eröffneten den Austausch.

EBD-Generalsekretär Bernd Hüttemann richtete den Blick auf die europapolitischen Folgen dieses Wahlergebnisses. Dabei stellte sich nicht nur die Frage, wie mit der Stärke dezidiert antieuropäischer und prorussischer Kräfte umzugehen ist. Entscheidend ist ebenso, wie diejenigen gestärkt werden können, die sich auch künftig für Europa, Demokratie und europäische Zusammenarbeit in Sachsen-Anhalt einsetzen.

Im anschließenden Austausch diskutierten unter anderem Dr. Falko Grube MdL (SPD) und Olaf Meister MdL (Bündnis 90/Die Grünen) die Rolle Europas im zurückliegenden Wahlkampf und die Herausforderungen der kommenden Legislaturperiode. Welche europapolitischen Themen haben die Wahl geprägt? Welche Schlüsse müssen demokratische Parteien aus dem Ergebnis ziehen? Und wie kann Europa künftig stärker mit konkreten politischen und gesellschaftlichen Fragen im Land verbunden werden?

Dabei wurde deutlich: Europapolitisches Engagement ist in Sachsen-Anhalt auch weiterhin vorhanden. Akteure aus Wirtschaft, Stiftungen, Verbänden, Bildung und weiteren gesellschaftlichen Bereichen wollen europäische Themen sichtbar halten und demokratische Strukturen stärken. Was vielfach fehlt, ist jedoch eine stärkere Verbindung dieser Akteure untereinander.

Genau hier liegt eine Aufgabe für europäische Netzwerke. Gerade dort, wo demokratische und europäische Strukturen besonders gefordert sind, reicht es nicht, allein über die Stärke antieuropäischer Kräfte zu sprechen. Bestehendes Engagement muss sichtbarer werden, Kräfte müssen gebündelt und Akteure stärker miteinander vernetzt werden.

Auch das bundesweite EBD-Netzwerk kann dazu einen Beitrag leisten. Viele der rund 220 EBD-Mitgliedsorganisationen verfügen über Landesverbände, Büros, Einrichtungen oder andere Strukturen in Sachsen-Anhalt. Diese bestehenden Verbindungen gezielter für die Arbeit der Europäischen Bewegung Sachsen-Anhalt zu mobilisieren, ist eine konkrete Schlussfolgerung aus dem Austausch in Magdeburg. Die EBD will daher gemeinsam mit der Europäischen Bewegung Sachsen-Anhalt daran arbeiten, diese Strukturen stärker zusammenzuführen und weitere gesellschaftliche Kräfte für das europapolitische Netzwerk vor Ort zu gewinnen.

Denn gerade nach dieser Landtagswahl darf Europa in Sachsen-Anhalt nicht an den Rand rücken. Entscheidend wird sein, die demokratischen und europäischen Kräfte, die bereits vor Ort aktiv sind, sichtbarer zu machen, miteinander zu verbinden und dauerhaft zu stärken.

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