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EBD-Newsletter Mai 2026 | Deutschland in Europa: verlässlicher, aber noch ohne Kurs

Liebe Leserinnen und Leser, 

ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung Merz fällt die europapolitische Bilanz gemischt aus. Deutschland funktioniert in Brüssel wieder verlässlicher, doch der Aufbruch steht noch aus. Vor dem Sommer ist keine umfassende europapolitische Initiative mehr zu erwarten; die Europarede des Bundeskanzlers dürfte erst im Herbst den strategischen Rahmen liefern.

Gleichzeitig kommt Bewegung in zentrale Debatten. Außenminister Johann Wadephul hat deutsche Positionen zu mehr Mehrheitsentscheidungen und flexiblerer Zusammenarbeit in der EU aufgegriffen. In der Erweiterungspolitik, besonders mit Blick auf Südosteuropa, wachsen die Impulse für eine schrittweise Integration in den Binnenmarkt. Auch die Debatte über den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen nimmt Fahrt auf. Und über die EU hinaus zeigt der Vorsitz Monacos im Ministerkomitee des Europarates, wie eng Menschenrechte, demokratische Institutionen und Rechtsstaatlichkeit für Europas Handlungsfähigkeit zusammengehören. Selbst symbolische Signale zählen: Wenn in Budapest am Europatag die Europafahne gehisst wird, zeigt das europäische Zugehörigkeit.

Für die EBD passt dies in eine klare Linie: Europa braucht einen breiten Schulterschluss, demokratische Handlungsfähigkeit, Rechtsstaatlichkeit, parlamentarische Kontrolle, gesellschaftliche Teilhabe und einen Binnenmarkt mit Mehrwert. Der EBD-Vorstand hat dazu nach umfassender Konsultation ein Update der EBD-Politik vorgelegt. Am 22. Juni wählt die EBD-Mitgliederversammlung zu Gast beim Deutschen Bauernverband nicht nur einen neuen Vorstand, sondern diskutiert und verabschiedet die EBD-Politik mit ihren Fokusthemen. Jetzt muss die Bundesregierung nicht nur besser koordinieren, sondern im fairen Geleitzug europäisch führen: integrierend, transparent und mit den demokratischen gesellschaftlichen Kräften. Seien Sie Teil davon

Ihr

Bernd Hüttemann

Generalsekretär der Europäischen Bewegung Deutschland e.V.

#EBDGrafik des Monats

Ein Jahr ist die schwarz-rote Bundesregierung unter Friedrich Merz im Amt, und ihre Billanz fällt nicht nur innenpolitisch gemischt aus. Auch auf europäischer Ebene zeigt sich ein differenziertes Bild: Zwar agiert Deutschland in Brüssel stellenweise effektiver, doch die EBD-Analyse macht deutlich, dass die europapolitische Rolle der Bundesregierung ingesamt hinter ihren Erwartungen zurückbleibt. 

Unsere Grafik des Monats zeigt wo es in Brüssel vorangeht - und wo nicht. Fortschritte werden ebenso sichtbar wie Defizite etwa im Bereich des Binnenmarkts oder Schengen. Insgesamt wird deutlich: Es geht weniger um einzelne Politikfelder als um das Fehlen von übergreifenden Initiativen und einer klaren deutschen Rolle auf EU-Ebene. | Zur Grafik des Monats 

EBD Nachrichten

Ein Jahr Bundesregierung Merz: Die EBD zieht eine gemischte Europapolitsche Bilanz 

Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung Merz sieht die EBD Fortschritte in der deutschen Europakoordinierung. Offene deutsche Blockaden sind seltener geworden, die Abstimmung innerhalb der Bundesregierung wirkt strukturierter und Deutschland tritt in Brüssel wieder berechenbarer auf. Zudem bewertet die EBD die konsequente Unterstützung der Ukraine positiv. Doch aus Sicht der EBD reicht bessere Koordinierung allein nicht aus: Es fehlt weiterhin ein erkennbares europapolitisches Leitbild dafür, welche Europäische Union die Bundesregierung gestalten will.

In der Analyse des EBD-Generalsekretariats wird betont, dass europäische Führung nicht dauerhaft in kleinere exklusive Regierungsformate verlagert werden darf. Flexible Formate wie E3, E6 oder Weimar Plus können helfen, europäische Einigung vorzubereiten - dürfen aber die Gemeinschaftsmethode, parlamentarische Kontrolle und die Einbindung aller Mitgliedstaaten nicht ersetzen. Kritisch bewertet die EBD zudem die Fortsetzung nationaler Grenzkontrollen im Schengen-Raum. Offene Grenzen gehören zu den konkretesten Freiheitsversprechen Europas und sollten nicht durch nationale Alleingänge geschwächt werden. | Hier die Analyse lesen

EBD-Vorstand bereitet Politik 2026/27 für die Mitgliederversammlung vor

Wenige Wochen vor der EBD-Mitgliederversammlung befasste sich der Vorstand der Europäischen Bewegung Deutschland mit aktuellen europapolitischen Entwicklungen und den politischen Grundlagen für das kommende Arbeitsjahr. Diskutiert wurden unter anderem die europapolitische Bilanz der Bundesregierung Merz, politische Entwicklungen in mehreren EU-Mitgliedstaaten sowie die anstehenden Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034. Auch Fragen europäischer Governance und Rechtsetzung spielten eine Rolle.

Ein Schwerpunkt war die Vorbereitung der EBD-Politik und der Arbeitsschwerpunkte 2026/27. Nach einem Konsultationsprozess mit Vorstand und Mitgliedsorganisationen verabschiedete der Vorstand einstimmig die entsprechenden Beschlussvorlagen, die der Mitgliederversammlung im Juni zur finalen Entscheidung vorgelegt werden. Bernd Hüttemann berichtete außerdem über aktuelle Aktivitäten der EBD. Erstmals nahm zudem Judit Hercegfalvi, neue Leiterin des Verbindungsbüros des Europäischen Parlaments in Berlin, an der Sitzung in Präsenz teil. | Hier weiterlesen

Zwei Perspektiven auf Europa: Preis Frauen Europas 2026 verliehen

Mit Ina Rumiantseva und Prof. Dr. Gabriele Abels zeichnete die EBD am 4. Mai zwei Frauen aus, die Europa auf sehr unterschiedliche Weise mitgestalten. Während sich Rumiantseva als Stimme der belarusischen Diaspora seit Jahren für politische Gefangene und demokratische Perspektiven in Belarus engagiert, verbindet Prof. Dr. Abels wissenschaftliche Arbeit mit europapolitischem Dialog und Bildungsarbeit. Die Auszeichnung machte zugleich sichtbar, wie vielfältig weibliches Engagement für Demokratie, Menschenrechte und europäische Verständigung heute ist.

Die Preisverleihung im Europäischen Haus in Berlin fand in Kooperation mit der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland statt und wurde von Lisi Maier moderiert. Barbara Gessler, Vertreterin der EU-Kommission in Deutschland, und EBD-Präsidentin Dr. Anna-Maija Mertens würdigten die Leistungen der Preisträgerinnen, die Laudationen hielten Dr. Anna Lührmann MdB und Armin Laschet MdB. In ihren Beiträgen wurde deutlich, wie sehr gesellschaftlicher Dialog und demokratische Teilhabe vom Engagement einzelner Persönlichkeiten getragen werden. | Hier weiterlesen

Europa sucht neue Wege für Investitionen und Marktaufsicht

Wie sich Investitionen, Marktaufsicht und finanzpolitische Zusammenarbeit in Europa weiterentwickeln sollen, stand im Mittelpunkt des digitalen EBD De-Briefings ECOFIN am 7. Mai. Ines Schlotter (Bundesministerium der Finanzen) ordnete die Ergebnisse der jüngsten Beratungen des Rates für Wirtschaft und Finanzen sowie der Eurogruppe aus Sicht der Bundesregierung ein.

Diskutiert wurden unter anderem das Paket zur Marktintegration und -aufsicht im Rahmen der europäischen Spar- und Investitionsunion, die finanzielle Unterstützung der Ukraine sowie aktuelle deutsch-französische Investitionsinitiativen. Deutlich wurde dabei, dass die Mitgliedstaaten zwar Fortschritte bei der Integration der EU-Kapitalmärkte unterstützen, zugleich aber weiterhin unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Ausgestaltung der europäischen Marktaufsicht bestehen. Auch Fragen zur Aufbau- und Resilienzfazilität sowie zu Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz im Finanzsektor wurden aufgegriffen. | Hier weiterlesen

74.938 junge Stimmen für Europa

Der 73. Europäische Wettbewerb ist abgeschlossen - auch wenn die Preisverleihungen in den Bundesländern noch bis in den Sommer hinein stattfinden. Mit fast 75.000 Teilnehmenden aus 1.274 Schulen verzeichnete Deutschlands ältester Schulwettbewerb zur europapolitischen Bildung die höchste Beteiligung seit 2020. Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ setzten sich Schülerinnen und Schüler kreativ mit europäischen Werten, Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander.

In Bildern, Songs, Gedichten und Kurzfilmen entwickelten sie eigene Perspektiven auf die Zukunft Europas und brachten aktuelle Herausforderungen ebenso wie persönliche Erfahrungen zum Ausdruck. Die große Beteiligung von Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland sowie von Deutschen Auslandsschulen zeigt, welchen Stellenwert europapolitische Bildung auch über Ländergrenzen hinweg einnimmt. | Hier weiterlesen

Die Europäische Kommission wendet sich zunehmend von X ab

Die Europäische Kommission setzt stärker auf offene Netzwerke wie Mastodon und Bluesky. Auch wenn X weiterhin die Illusion großer Reichweite aufrechterhält, suchen immer mehr Akteurinnen und Akteure nach neuen Wegen für digitale Öffentlichkeit. Auch die Europäische Bewegung Deutschland sucht nach Lösungen, um demokratischen Dialog und europäische Vernetzung jenseits der großen US-amerikanischen und chinesischen Plattformen zu stärken, deren Algorithmen offene Debatten zunehmend erschweren. Neue Initiativen zeigen, dass offene und dezentrale Kommunikationsräume möglich sind und nicht nur in Europa an Bedeutung gewinnen. 

Besonders spannend ist dabei das offene AT-Protokoll, das Interoperabilität statt neuer geschlossener Plattformen ermöglicht, auch unter Einbindung der US-amerikanischen Plattform Bluesky. Während Eurosky vor allem auf europäische Infrastruktur und Hosting setzt, positioniert sich W Social derzeit als sichtbare europäische Plattformalternative zu X. Beide Ansätze zeigen: Europa diskutiert nicht mehr nur über Regulierung, sondern zunehmend auch über eigene digitale Handlungsfähigkeit. Dass auch die US-amerikanische Plattform Bluesky auf dezentrale Modelle setzt, macht deutlich: Es geht nicht um „Europe only“, sondern um offene Prinzipien, faire Regeln und demokratische Kontrolle. 

Für die EBD bleibt entscheidend, dass digitale Räume demokratischen Austausch, Transparenz und europäische Vielfalt fördern. Wir beobachten diese Entwicklungen aufmerksam, bleiben im Austausch mit Akteurinnen und Akteuren des entstehenden europäischen Social-Web-Ökosystems und halten Sie natürlich informiert. Was sind Ihre Erfahrungen?

EBD trauert um Dr. Thomas Jansen

Wir trauern um Dr. Thomas Jansen, der am 6. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Als Politikwissenschaftler, Journalist und europapolitischer Praktiker prägte er die europäische Einigungsarbeit über Jahrzehnte. Er wirkte nachhaltig in der Europa-Union Deutschland, der Internationalen Europäischen Bewegung, der Europäischen Volkspartei und im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss. Als christdemokratischer Europäer trat er stets für die Stärkung der freiheitlich-demokratischen Mitte ein. Gerade deshalb stärkte er die Europäische Bewegung als verbindendes grenzüberschreitendes Netzwerk demokratischer gesellschaftlicher Kräfte.

Der EBD war Dr. Thomas Jansen eng verbunden; insbesondere in den Nullerjahren gab er wichtige Impulse für ihre Neuausrichtung als modernes europapolitisches Netzwerk. Wir verlieren mit ihm einen klugen Mentor, Brückenbauer, Mittelfeldspieler und überzeugten Europäer. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm persönlich und europapolitisch verbunden waren.

Europa-Nachrichten der Mitgliedsorganisationen

In den vergangenen Wochen haben Mitgliedsorganisationen der Europäischen Bewegung Deutschland unterschiedliche Impulse zu europapolitischen Debatten gesetzt: von Gleichstellungspolitik über Energie- und Agrarfragen bis hin zu Verbraucherschutz und Klimaregulatorik.

Der Deutsche Frauenrat betont mit Blick auf die neue EU-Gleichstellungsstrategie 2026–2030 die Bedeutung verbindlicher europäischer Maßnahmen für Gleichstellung und Teilhabe. Der Deutsche Bauernverband fordert zum Europatag eine langfristig tragfähige europäische Agrarpolitik, während der Verband der Chemischen Industrie die neuen Benchmarks im EU-Emissionshandel als weiterhin realitätsfern kritisiert. Das Centre for European Policy Network warnt zugleich vor den Folgen staatlicher Eingriffe zur Strompreissenkung und plädiert für eine stärker marktorientierte Energiepolitik. Darüber hinaus rückte ein Besuch von EU-Kommissar Michael McGrath beim Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz die praktische Bedeutung europäischer Verbraucherrechte und grenzüberschreitender Rechtsdurchsetzung im Binnenmarkt in den Fokus.

Die Beiträge zeigen, wie breit die aktuellen europapolitischen Debatten geführt werden und wie unterschiedlich die Erwartungen an die zukünftige Ausgestaltung europäischer Politik ausfallen.

Aus dem (internationalen) Netzwerk

Europagespräch: Future-Proofing Europe: German-Nordic Perspectives on Security and Resilience

Freitag, 29. Mai 2026, 11:00–12:30 Uhr | Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland | Unter den Linden 78, 10117 Berlin

Deutschland arbeitet enger mit Schweden und Finnland zusammen - insbesondere bei Fragen europäischer Sicherheit, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit. Die Veranstaltung des Instituts für Europäische Politik beleuchtet, welche Rolle die nordischen Staaten künftig für Europas politische und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit spielen können.

Über gemeinsame deutsch-nordische Perspektiven auf Europas Zukunft diskutieren unter anderem Michael Clauß (Bundeskanzleramt) und Minna Kivimäki (Büro des finnischen Ministerpräsidenten). | Zum Event

Abbau? Umbau? Wiederaufbau? Der Wechsel zwischen liberalen und illiberalen Regierungen in den Visegrád-Staaten

Dienstag, 9. Juni 2026, 13:00–15:00 Uhr | Zentrum Liberale Moderne | Reinhardtstraße 12, 10117 Berlin

Wenn in Mittelosteuropa Regierungen wechseln, werden häufig nicht nur politische Mehrheiten neu geordnet, sondern auch Institutionen, Medienlandschaften und staatliche Strukturen umgebaut. Die Veranstaltung des Zentrums Liberale Moderne beschäftigt sich mit den Folgen solcher Machtwechsel für Rechtsstaatlichkeit und demokratische Kontrolle in den Visegrád-Staaten.

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Entwicklungen in Ungarn und mögliche politische Veränderungen nach der Abwahl Viktor Orbáns. Es diskutieren Prof. Dr. Tanja Börzel, Dr. Daniel Hegedüs, Dr. Kai-Olaf Lang und Irene Hahn-Fuhr. | Zur Veranstaltung

Freisinger Dialogpreis würdigt europäische Verständigung

Bewerbungsstart ab sofort | Renovabis

Mit dem neuen Freisinger Dialogpreis wollen die Stadt Freising, das Erzbistum München und Freising sowie Renovabis Projekte und Persönlichkeiten sichtbar machen, die sich insbesondere in Mittel-, Ost- und Südosteuropa für Verständigung und Versöhnung in Europa einsetzen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis zeichnet Initiativen aus, die gesellschaftliche Gräben überwinden, den interreligiösen Dialog stärken und Zusammenarbeit über kulturelle und nationale Grenzen hinweg fördern. Bewerbungen sind bis zum 14. Juni möglich. | Weitere Informationen

Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft in Lissabon

Donnerstag und Freitag, 17.–18. September 2026 | Pátio da Galé | Lissabon

Steigende Energiepreise, Handelskonflikte und neue Sicherheitsrisiken verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Die Europakonferenz der Deutschen Wirtschaft in Lissabon widmet sich deshalb der Frage, wie Europa wettbewerbsfähig bleiben und zugleich wirtschaftlich resilienter werden kann.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz stehen Gespräche zwischen Wirtschaft und Politik über Wachstum, europäische Allianzen und gemeinsame Antworten auf globale Unsicherheiten. Veranstaltet wird die Konferenz von den Deutschen Auslandshandelskammern gemeinsam mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer. | Weitere Informationen 

EBD-Akteursmapping

In unserer Rubrik "EBD-Akteursmapping" informieren wir Sie jeden Monat über zentrale personelle Veränderungen und Ernennungen in der europäischen Politiklandschaft. Hier eine Auswahl aktueller Entwicklungen:

  • Dr. Eugène Buttigieg bleibt Richter am Gericht der Europäischen Union (EuG).  Die Vertreter der Regierungen der Mitgliedstaaten verlängerten das Mandat des maltesischen Juristen im Rahmen der turnusmäßigen Neubesetzung des Gerichts. Die neue Amtszeit läuft bis zum 31. August 2031.
  • Andreas Jung, bisher Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, wird neuer Kulturminister von Baden-Württemberg. Für Jung soll Stefan Glaser in den Bundestag nachrücken.
  • Ronja Kemmer, bisher Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU, wird Chief Digital Officer im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa von Baden-Württemberg. Für Kemmer soll Christoph Naser in den Bundestag nachrücken.
  • Marie-Sophie Lanig rückt für Daniel Caspary, der an den Europäischen Rechnungshof berufen wurde, ins Europäische Parlament nach. 
  • Marcus Klein, Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags (CDU), wird Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien sowie Chef der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz. 
  • Christian Schmidt tritt als Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina zurück. 
  • Christine Schneider MdEP wird neue Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten in Rheinland-Pfalz. 

Sie wissen von weiteren spannenden Personalwechseln in der europäischen Politik? Schreiben Sie uns gern an europaredaktion@netzwerk-ebd.de - wir freuen uns über Ihre Hinweise!

#Nachgefragt bei...

Beim Format „Nachgefragt bei …“ kommt in dieser Ausgabe der Botschafter des Fürstentums Monaco in Deutschland, S.E. Lorenzo Ravano, zu Wort. Monaco hat am 15. Mai den Vorsitz im Ministerkomitee des Europarates übernommen. Der Europarat mit Sitz in Straßburg setzt sich seit 1949 für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa ein.

Vor diesem Hintergrund spricht Botschafter Ravano über die Prioritäten des monegassischen Vorsitzes - darunter die Europäische Menschenrechtskonvention, die Stärkung demokratischer Institutionen sowie den Umgang des Europarates mit Russlands Krieg gegen die Ukraine. Einen kompakten Überblick über die Schwerpunkte und Vorhaben des Vorsitzes bietet zudem unsere neue EBD-Grafik. Das folgende Interview ist auf Englisch verfasst.

The European Convention on Human Rights forms the foundation of the Council of Europe’s work. At the same time, its implementation is under pressure in some member states. How can its effectiveness be safeguarded in the long term, also within the framework of Monaco’s presidency?

H.E. Lorenzo Ravano: In conformity with the functioning rules of the Committee of Ministers, Monaco assumed from December 2025 to may 2026 the Presidency of the Committee for the supervision of execution of ECHR’s cases. In this regard, Monaco permitted the closure of the monitoring of hundreds cases. At the same time, we could deal with various major cases. Among them, we can underline the first examination of the interstates cases Ukraine and The Netherlands vs. Russia which was related to the flight MH17 which was shot down in 2014 in Donbass and the systematic human rights violations in the occupied regions of Ukraine. It allowed a first exchange of views on this case and the identification of the first topic in June 2026 related to the abduction and transfer to Russia of Ukrainian children.  The purpose is to maintain a permanent dialogue with the Member States in order to facilitate the implementation of the cases. It is also necessary to recall that, in 2025, 949 cases were implemented (+6,1% in comparation with 2024).

Lesen Sie das vollständige Interview mit S.E. Lorenzo Ravano hier 

Kommende Termine

28. Mai 2026 | EBD De-Briefing AGRIFISH 

Welche Impulse setzt die EU derzeit in der Agrar- und Fischereipolitik? Beim EBD De-Briefing AGRIFISH am 28. Mai stehen die Ergebnisse der Sitzung des Rates für Landwirtschaft und Fischerei vom 26. Mai im Mittelpunkt. Dr. Andreas Flach (Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat) ordnet die Beratungen aus Sicht der Bundesregierung ein. | Weitere Informationen

4. Juni 2026 | Brüssel-Alumni Stammtisch Special mit POLITICO

Die Veranstaltungsreihe „Brüssel Alumni Stammtisch“ geht in die nächste Runde, diesmal gemeinsam mit POLITICO. Die Sonderausgabe bringt ehemalige Brüssel-Akteurinnen und -Akteure in Berlin zum informellen Austausch zusammen. Neben Gesprächen über aktuelle europapolitische Entwicklungen ist auch ein Überraschungsgast angekündigt. | Weitere Informationen 

5. Juni 2026 | EP-Berichterstatterin im Dialog: Gaby Bischoff MdEP zu Sozialsystemen bei grenzüberschreitender Arbeit

Rund 40 Millionen Menschen leben oder arbeiten grenzüberschreitend innerhalb der Europäischen Union. Eine Reform der europäischen Sozialversicherungsverordnung soll künftig einheitlichere Regeln etwa bei Arbeitslosenversicherung, Familienleistungen oder Langzeitpflege schaffen. Bei unserer Veranstaltung spricht Gaby Bischoff MdEP über die im April 2026 erzielte Trilogeinigung und ihre Erfahrungen aus den Verhandlungen zur Reform. | Weitere Informationen folgen bald auf unserer Website

22. Juni 2026 | EBD De-Briefing Europäischer Rat

Direkt vor der EBD-Mitgliederversammlung blickt die EBD auf die Ergebnisse des Europäischen Rates vom 18. und 19. Juni zurück. Im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft des Deutschen Bauernverbands werden gemeinsam mit Ole Funke (Bundeskanzleramt) aktuelle europapolitische Entwicklungen und Beschlüsse des Gipfels eingeordnet. | Weitere Informationen

22. Juni 2026 | Mitgliederversammlung 2026

Die Mitgliederversammlung der Europäischen Bewegung Deutschland findet am 22. Juni statt. Einmal im Jahr, diesmal im Haus der Land- und Ernährungswirtschaft des Mitglieds Deutscher Bauernverband, kommen dort die Mitgliedsorganisationen der EBD zusammen, um europapolitische Prioritäten und die strategische Ausrichtung des Netzwerks zu beraten. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Verabschiedung der EBD-Politik 2026/27 sowie die Wahl des EBD-Vorstands. | Weitere Informationen

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